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“Ithemba Labantwana” (Hoffnung für unsere Kinder)

house-febaprilThe Bungalow the children are stayingDie 11-jährige Joyce wohnte mit ihrem Vater in einem bescheidenen 2-Schlafzimmer-Haus in einem Township im Tal der Tausend Hügel. Obwohl sie nicht viel Geld hatten, genügte es Joyce und sie war glücklich. Doch ihr Vater starb Anfang 2011 an Tuberkulose.

houses-febaprilHouses in the vicinity of the bungalow

Heute ist Joyce 15 und hat schon 4 Jahre allein gelebt. Das Haus ist herabgekommen: kaputte Fenster, kaum Möbel und die Haustür lässt sich nicht mehr schließen. Doch schafft sie es noch.

Die Fragen, die bei Joyce‘ Fall aufkommen:

  • Wie hat sie es in den vergangenen 4 Jahren geschafft?
  • Ist sie zur Schule gegangen?
  • Erhielt sie von ihrer Verwandtschaft, von den Nachbarn oder vom Sozialamt Unterstützung?
  • Wie passte sie sich im Alter von nur 11 Jahren an ein Leben allein an?
  • Warum wohnte sie allein und nicht bei anderen Familienmitgliedern?

ousidehosue-febaprilA child-headed family in the Valley of a 1000 Hills

Als wir Joyce‘ Fall untersuchten, fielen uns mehrere Schlüsselpunkte auf, die in Gemeinden angesprochen werden müssen, damit Kindern in ähnlichen Umständen wirksam geholfen werden kann.

Wenn Kinder plötzlich ohne erwachsene Betreuung leben sollen, stehen sie einer Vielzahl an Aufgaben gegenüber, z.B. auf jüngere Geschwister acht geben und dabei noch die Trauer und Belastung durch den Tod der Eltern bewältigen. Sie müssen erwachsene Verantwortungen übernehmen, den Haushalt meistern, täglich Mahlzeiten zubereiten und wichtige Entscheidungen fällen.

Darum stehen solche Kinder in höherem Risiko, die Schule zu verpassen, keine regelmäßige Nahrung zu kriegen, an Angst und Depression zu leiden und sie sind eher HIV gefährdet.

Eine Studie der University of Cape Town stellte fest, dass Kinder eher nicht in der Schule angemeldet werden, wenn ihre Mütter gestorben sind. Sie gehen weniger Jahre zur Schule und weniger Geld wird für ihre Bildung ausgegeben, als für Kinder, deren Mütter noch leben.

Die Auswirkung der HIV-  und AIDS-Seuche auf Familien sieht man in den steigenden Zahlen der Waisen und Kinderhaushalte. Immer mehr Kinder wachsen in Haushälten mit alleinerziehenden Eltern oder mit abwesenden Vätern auf. Diese Kinder haben starke Nachteile.

Laut der UCT-Studie verschlimmert Armut die Auswirkung der zerbröckelnden Familie auf Kinder. Stellen Sie sich ein kleines südafrikanisches Dorf mit 100 Kindern vor. Nachstehend Angaben zur häuslichen Situation:

  • 48 haben einen Vater, aber er ist nicht Teil ihres Lebens.
  • 36 wachsen mit Vater auf, der aktiv am Familienleben teilnimmt.
  • 35 leben bei beiden biologischen Eltern.
  • 40 leben bei ihrer Mutter und wachsen dort auf.
  • 3 leben beim Vater und wachsen dort auf.
  • 23 leben nicht bei ihren biologischen Eltern.
  • 8 Kinder leben bei den Großeltern.
  • 34 leben in Haushalten, wo einer der Eltern eine feste Arbeitsstelle hat.

inhouse-febaprilInside the bungalow

Von diesen plausiblen Statistiken ist deutlich, dass südafrikanische Familien in der Krise stecken. Darum hat TWR-SA ein neues Jugendprojekt gestartet.  

Das Radioprogramm Ithemba Labantwana („Hoffnung für unsere Kinder“) richtet sich an Kinder im Alter von 4-7 Jahren, die in Südafrika und anderen afrikanischen Regionen in Kinderhaushalten leben. Diese Kinder versuchen unter sehr gefährlichen Umständen zu überleben und brauchen dringend Schutz und Unterstützung.

Das erste Stadium des Projektes besteht aus 26 Programmen, die jeweils 12 Minuten laufen. Obwohl die Programme lehrreich sind (Information zu Gesundheit, persönlicher Hygiene, Nahrung, Gartenbau und vielen anderen Aspekten des täglichen Lebens), wird alles mit Liedern, Geschichten, Reimen und Gedichten spielerisch verpackt. Das Ziel ist, diese Kinder zu betreuen und in ihnen Hoffnung auf Gott zu wecken, damit sie eines Tages selber treusorgende und liebende Eltern werden können.

inhouse2-febaprilInside the bungalowWir brauchen Ihre Unterstützung um diese Ziel zu erreichen. Wenn Sie schon mal mit Kinderhaushalten zu tun hatten, würden wir gerne von ihren Umständen hören. Warum schreiben Sie uns nicht darüber?
 
Wenn Sie auf irgendeine Weise bei Ithemba Labantwana mithelfen wollen, wenden Sie sich bitte an Christo van Eeden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!