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Ein Brief von weit her gab ihm Hoffnung

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Auf dem Schreibtisch in einem Büro in Addis Abeba liegt ein 23 Jahre alter Brief, der mehr als ein Leben veränderte. Der Brief gehört Wakshuma Terefe, der in einer Familie aufwuchs, die böse Geister verehrte, Hexerei und Magie betrieb. 1989 war Wakshuma 20 Jahre alt; zu der Zeit war Äthiopien kommunistisch. Hier ist seine Geschichte:

Es war jungen Menschen strengstens verboten, über den christlichen Gott zu sprechen oder ihn anzubeten. Christen wurden verfolgt, viele wurden eingesperrt, gefoltert und ermordet. Wakshuma traf sich heimlich mit anderen Christen zum ebet. Oft wurden sie erwischt und geschlagen. Er stieß auf ein Radioprogramm, das eigentlich für Indien gedacht war und von TWR Guam ausgestrahlt wurde.

Wakshuma erinnert sich an seine schlimmste Verfolgung. Er wurde gezwungen, auf den Knien durch rauen Kies zu laufen. Seine Knie waren verletzt und blutig, und er weinte. Doch er ging nach Hause, hörte ein TWR-Programm und fühlte sich ermutigt.

Er brauchte Rat und Ermutigung für die Gruppe der Gläubigen. Also schrieb er einen Brief an eine Adresse in Hong Kong, 8 000 km entfernt. Der Brief wurde nach Guam weitergeleitet, weitere 3 360km. Dort wurde sein Brief von der TWR-Missionarin Joan Zensen beantwortet. Sie ermutigte Waksuma, dem Herrn treu zu bleiben und in der Bibel zu lesen. Sie riet ihm, den kostenlosen Bibelfernkurs von TWR mitzumachen. „Ich bin aus eigener Erfahrung und durch das Wort Gottes davon überzeugt, dass Gott deine Treue zu ihm nicht vergessen wird,“ schrieb Joan. „Er wird dich leiten und führen, bis du erkennst, dass Er tatsächlich deinen Herzenswunsch erfüllt hat.“

Für Wakshuma war dieser Brief mehr als nur eine höfliche Antwort. Er war das Wirken des Heiligen Geistes, und er ermutigte ihn, weiterhin die TWR-Sendungen zu hören und im Glauben zu wachsen. Der Briefwechsel hielt eine Weile lang an.

1996 ging Wakshuma in den vollzeitlichen Dienst, weil er noch viele Menschen mit dem Evangelium erreichen wollte. Heute ist er Leiter der Elektronischen Medien für den Kommunikationsdienst der Äthiopischen Evangelischen Kirche, einer Partnerorganisation von TWR. Der Brief von damals ist mit Schuld an dieser Wendung.